Umfangreiche Fragen richten die UWG-Piraten zur Sicherheitslage in Iserlohn an die Verwaltung:

„Die Sicherheit in unserer Stadt und der Schutz vor Gefahren für die Menschen in Iserlohn bewegen nicht nur uns. im Zusammenhang mit dem Aufenthalt irischer Reisender und ihres Fahrzeugtrosses am Seilersee hat die Verwaltung in der Sondersitzung des Hauptausschusses bereits einige Fragen beantwortet.

Der Umgang mit diesem unerwarteten Ereignis und Vorstöße zur Sicherheit in der südlichen Innenstadt aus Reihen des Rates veranlassen uns zu folgender Anfrage, um deren Beantwortung im Hauptausschuss wir hiermit bitten:

  1. Welcher eigene personelle Kapazität steht der Stadtverwaltung in derartigen Fällen zur Verfügung? Gibt es interkommunale Vereinbarungen zu gegenseitiger Unterstützung vor Ort in solchen Fällen?
  2. Gestaltete sich die Zusammenarbeit mit der Polizei in jeder Hinsicht zufriedenstellend und welcher personelle Einsatz war hier möglich?
  3. Welche Personalkapazität steht der Stadt Iserlohn als Ordnungsbehörde für regelmäßige Streifen im Stadtgebiet zur Verfügung? Wie viele Mitarbeiter können hier eingesetzt werden, welcher Anteil von deren Arbeitskapazität ist dabei im Außendienst in der ganzen Stadt verfügbar?
  4. In welchem Umfang muss sich die Stadt bereits heute privater Sicherheitsunternehmen bedienen um die Erfüllung ihrer Schutz- und Sicherungsaufgaben zu gewährleisten?
  5. Gibt es gemeinsame Streifen von Polizei und Ordnungsbehörde, wie häufig erfolgen diese und mit welchem personellen Einsatz beiderseits?
  6. Welche Ausweitung solcher gemeinsamer Streifen ist geplant und wie weit sind die Vorbereitungen dazu gediehen?
  7. Ist die Personalausstattung der Stadt ausreichend um deutlich erhöhte Präsenz im Bereich der südlichen Innenstadt ohne Verringerung von Präsenz, Sicherheit und Ordnung im übrigen Stadtgebiet zu gewährleisten?
  8. Ist beabsichtigt, die Personalausstattung in diesem Bereich mit dem nächsten Stellenplan spürbar zu verstärken?
  9. Seitens des Innenministeriums wurde angekündigt die personelle Ausstattung der Polizei im Märkischen Kreis weiter zu verringern – womit der Trend zum Abbau von Polizei in unserer Region fortgesetzt wird. Welche Auswirkungen wird dies für den Bereich Iserlohns haben?
  10. Ist eine Ausweitung gemeinsamer sichtbarer Präsenz von Polizei und Ordnungsbehörde angesichts dessen, dass es eben zu keiner Verstärkung der Polizei kommt, auch auf Seiten der Polizei leistbar?
  11. Welchen Beitrag könnte die Stadt leisten um fehlende polizeiliche Kapazitäten auszugleichen – und mit welchem Personal?

Wir gehen davon aus, dass die Beantwortung dieser Fragen eine sachliche und zielführende Entscheidungsfindung des Rates erleichtern würde. Wir hoffen, dass die Kreispolizeibehörde hierbei unterstützend helfen kann.“