Der Planungsausschuss hat beschlossen eine Behelfsbrücke zwischen dem Rathaus und dem Schillerplatz zu bauen. Die bisherige Brücke über den Theodor-Heuss-Ring musste bekanntlich abgebrochen werden.

“Dieses geplante Provisorium ist unnötig und reine Geldverschwendung” erklärte für die UWG-Piraten ihr Planungsausschussmitglied Helmut Baumhardt. “Obwohl es gute Alternativen gibt wird hier das Geld mit voller Hand ausgegeben” kommentierte Baumhardt den Beschluss des Planungsausschusses, eine provisorische Brücke vom Rathaus zum Schillerplatz zu bauen. Die bestehende Brücke muss wegen Verkehrsgefährdung durch Baufälligkeit abgerissen werden. Gegen die Stimme der UWG-Piraten hatte der Planungsausschuss beschlossen, eine Behelfsbrücke oberhalb der bisherigen Brücke aufzubauen.

Dass die bisherige Brücke besonders an Markttagen genutzt werde sei kein Argument für die Behelfsbrücke: Der Markt werde in der Bauphase auf dem Schillerplatz sowieso zum Marktplatz umziehen und dorthin komme man über den Nordengraben von Norden her zu Fuß genausogut.

Auch Fraktionsvorsitzender Hans Immanuel Herbers, Mitglied im Aufsichtsrat der Schillerplatz GmbH, hält den Beschluss für falsch: “Es gibt zwei alternative Wegführungen: Die wenige Meter entfernte Brücke zum Nordengraben und ein neuer Überweg über den Theodor-Heuss-Ring.”

Dass der Theodor-Heuss-Ring derzeit als vierspurige Straße mit Abbiegespuren für einen Überweg schlecht geeignet ist, halten die UWG-Piraten für kein Argument. “Der Ring kann ohne Weiteres durch Markierungsarbeiten so geändert werden, dass der Autoverkehr nur noch zweispurig verläuft, auf beiden Seiten je eine Bus- und Radverkehrsspur bleibt und schließlich unter Nutzung der Verkehrsinsel in der Mitte ein sicherer und komfortabler Überweg geschaffen wird. Das nützt Fußgängern genauso wie Bussen und dem Radverkehr. Und dann ist keine Behelfsbrücke für eine halbe Million Euro erforderlich” erklärte Herbers vor der bevorstehenden Sitzung des Aufsichtsrates.

Der Rat solle noch einmal überlegen ehe diese Fehlinvestition umgesetzt wird – so die UWG-Piraten.