Gemeinnützig und sozial aktiv zu sein – diese wirklich wichtige Aufgabe übernehmen auch gern Rotarier. Für diese Arbeit erhalten sie viele Spenden und Unterstützung.

Da irritiert es schon sehr, dass der Rotary Club Iserlohn e.V. aktiv in den Bürgermeisterwahlkampf eingreift und dem Kandidaten der selbsternannten „Iserlohner“ sowie der Kandidatin der CDU teure Videointerviews mit ständig eingeblendetem Logo des Rotary Clubs zur Verfügung stellen. Geführt vom Vorsitzenden des Clubs finden sich diese Videos nun auch auf Wahlkampfseiten. Auch auf Anfrage war der Club nicht bereit, anderen demokratischen Kandidaten dieselbe Möglichkeit zu eröffnen.

UWG-Bürgermeisterkandidat Hans Immanuel Herbers dazu: „Es ist gute Übung, dass sich solche Vereine parteipolitisch neutral verhalten. Leider scheint das für diesen Club nicht zu gelten. Man wird ihn wohl in Zukunft als politische Richtungsgruppe ansehn müssen.“

Bisher dachten wir, Rotarier Clubs wären überparteilich. Das war wohl naiv gedacht.